Tango zu explodierenden Kadavern

Ein durchaus nerdiges Musikprojekt sei es, erklärt Achim Reisdorf grinsend. Der umtriebige Paläontologe und Geologe ist nicht nur Wissenschaftler mit Leib und Seele, sondern auch ein grosser Musikfan, der gerne interdisziplinäre Unterfangen anreisst. Ein solches ist auch Science Slam Sonic Explorers, ein Projekt, bei welchem wissenschaftliche Publikationen vertont werden.

Mehr zu SSSE bzw. das ganze Interview vom 21. Juli 2015 mit Achim Reisdorf bei Radio Rabe kann hier nachgehört werden. Und mehr in schriftlicher Form gibt’s unterhalb des Videos.


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Bis die Pumpe versagt

«Leber an Grosshirn! Leber an Grosshirn! Wo bleibt denn der Alkohol, ich krieg ja überhaupt nichts mehr zu tun hier!» Erinnern Sie sich? Man mag von Otto Waalkes Humor halten, was man will, aber wie die Organe des Herrn Soost sich unterhalten und auf Ärger einstimmen (ab 1:33), gehörte zum besten, was der junge Waalkes einst produzierte.

Organe melden sich auch in Jens Rachuts Hörspiel «Herzinfarkt» zu Worte. Während bei Waalkes die Geschichte ein gutes Ende nimmt, ist die Ausgangslage bei «Herzinfarkt» allerdings eine gänzlich andere: Der letzte Nerv sitzt im toten Körper des 48-jährigen Percy Rippenbreaker und erzählt rückblickend über das kurze und ungesunde Leben des Musikproduzenten. Koks, polnischer Speed, Alkohol en masse, wenig Schlaf, fettiges Essen, 80 filterlose Kippen am Tag, da kommt schon einiges zusammen und entsprechend laufen Rippenbreakers Organe am Limit: «Ständig entgiften und aufräumen als wenn 90 Sumo-Ringer randvoll mit LSD in einem Glasmuseum Polka getanzt hätten», verdeutlicht die Gallenblase das Desaster.

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Dreist-absurd: «Men & Chicken»

Ihnen ist das gerade ein bisschen zu viel mit dieser Hitze und die Völkerwanderung aareaufwärts weckt den Misanthropen in Ihnen? Dann ab ins Kino! Dort ist es erstens schön kühl, zweitens haben Sie Ihre Ruhe und drittens kriegen Sie – je nach Film – die Bestätigung, dass es um die Menschheit tatsächlich nicht gut bestellt ist.

«Die brauchen doch alle professionelle Hilfe dort oben», war der Kommentar einer der insgesamt vier Filmbesucher nach der gestrigen Visionierung von «Men & Chicken». Tatsächlich trumpfen die Skandinavier immer wieder mit grossartig abstrusen Filmen auf und ein solcher ist auch die schwarzhumorige Komödie des dänischen Drehbuchautors Anders Thomas Jensen.

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Berner Science-Fiction-Kino

Neuchâtel International Fantastic Film Festival | N I F F F | The swiss event for fantastic films, asian cinema and future images
In Neuchâtel geht zur Zeit das Internationale Festival des Fantastischen Films (NIFFF) über die Leinwände. Seit seiner Gründung im Jahre 2000 hat sich das NIFFF zu einem wichtigen Treffpunkt in der Schweizerischen Filmlandschaft gemausert. Gezeigt werden Klassiker und Neuheiten aus dem Bereich fantastischer Film, asiatisches Kino und digitale Bilder. Als fantastischer Film gilt dabei alles, was von der naturgesetzlich definierten Realität abweicht, wobei der Grad von totaler Weltenverschiebung bis zu leichter Verunsicherung im Alltag reicht.
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Mad Max IV: Fiebriges Übertreibungskino

maxresdefaultGanze 36 Jahre ist es her, seit George Millers Endzeitfilm «Mad Max» für lumpige 200’000 produziert wurde und dann an den Kinokassen über 100 Millionen einspielte. Zwei Jahre später folgte «Mad Max II – The Road Warrior» und 1983 dann «Mad Max III – Beyond Thunderdome» (jawohl, der mit Tina Turner). Mel Gibson, welcher in allen Teilen den ehemaligen Polizisten Max Rockatansky gab, verhalf die postapokalyptische Trilogie zu Weltruhm, wobei Actionfans und V8-Liebhaber noch heute glänzige Äuglein bekommen ob diesem «Albtraum aus Gewalt, Blut, Schrott und Grauen» (Lexikon des Internationalen Films).
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