Wer ist hier das Tier?!

Die Unmenge an Tierbildern in Zeitungen, Fernsehsendungen, auf Internet-Kanälen und nicht zuletzt die absurd hohe Anzahl von über 2 Mio. Katzenvideos, welche tagtäglich in den Büros dieser Welt angeschaut werden, zeigen: Der Mensch ist geradezu versessen auf Tiere. Gleichzeitig sind diese im Zeitalter von Veganismus, gentechnischen Experimenten und Artensterben aber auch Gegenstand gesellschaftlicher Kontroversen und deswegen immer wieder auch Objekt und Inhalt künstlerischer Arbeiten. Das Fotomuseum Winterthur hat sich diesem Phänomen angenommen und zeigt in der Ausstellung «Beastly/Tierisch» Fotografien, Videos und Objekte, welche sich mit unserer Wahrnehmung von Tieren auseinandersetzen.

Mehr zu «Beastly/Tierisch» und Nicolas Deveaux hier:
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Bikinis mit Rotstich

Nein, das Postkartenbüchlein zur Ausstellung sei leider noch nicht da, erklärte die charmante Dame an der Museums-Kasse etwas verlegen. Es sei eben zu Verzögerungen gekommen, weil der Zuständige ob der Rot- und Blaustiche der Vorlagen irritiert gewesen sei und erst noch einmal Rücksprache habe nehmen wollen, ob man denn wirklich diese Farben drucken wolle. Ja, will man. Denn schliesslich handelt es sich bei den Aufnahmen um originale Auftragsfotos aus den 70er-Jahren der Kunstanstalt Brügger in Meiringen. Vor zwei Jahren ging deren gesamter Fotografienachlass – also rund 100’000 Bilder – in die Sammlung des Alpinen Museums über. Dieses zeigt nun zum ersten Mal einen Teil dieses Nachlasses und zwar einen richtig vergnüglichen: Bikinis in den Bergen bzw. die Poolanlagen von Schweizer (Berg-)Hotels vor rund 50 Jahren.

Hotel Beatus Merligen um 1975


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«Wir wollen nicht die Welt erklären»

Thomas Burkhalter, der Gründer des Berner Netzwerks Norient, lässt im Buch «Seismographic Sounds – Vision of a New World» die Subkulturen der Welt ausloten.


Kommen künftig mehr musikalische Trends aus Afrika? Umlilo «Magic Man» aus Südafrika.

«I chume gad vo Chässchnitte und Wysswy», sagt ein gut gelaunter Thomas Burkhalter am Telefon; er sei eben gerade an Alptöne, einem Festival für Experimente mit Volksmusik in der Innerschweiz. Es passt zu Burkhalter, dass er sich an einem regnerischen Sonntag nach Altdorf aufmacht, um sich dort Klängen auszuliefern, von welchen ein Grossteil der Schweizer Bevölkerung wohl gar nicht weiss, dass sie existieren. Der 42-jährige Burkhalter ist Doktor der Musikethnologie, Musikjournalist, Kulturschaffender und vor allem Gründer und Leiter des Berner Netzwerks und Onlinemagazins Norient, einer Plattform, welche weltweit nach neuer Musik und Medienkultur sucht. Zusammen mit Theresa Beyer und Hannes Liechti hat Burkhalter soeben das Buch «Seismographic Sounds – Visions of a New World» herausgegeben.

Hier geht’s zum Interview mit Thomas Burkhalter.

Die ganze Welt auf kleinem Raum

Ein Seismograph ist ein Gerät, mit welchem Bodenerschütterungen registriert werden können. Welches aber sind diejenigen Faktoren, die nicht Gestein ins Wanken bringen, sondern Soziokulturen? Und wäre Musik allenfalls als Seismograph einsetzbar, mit welchem die dringlichsten Anliegen von Menschen unterschiedlichster Herkunft eruiert werden könnten? Diese Frage haben sich Theresa Beyer, Thomas Burkhalter und Hannes Liechti vom Berner Netzwerk und Onlinemagazin Norient gestellt und während 1.5 Jahren klangliche und visuelle Materialen aus aller Welt zusammengetragen. Eine Auswahl davon gibt es nun in der Ausstellung Seismographic Sounds zu sehen und zu hören, welche morgen Freitag im Forum Schloss Platz in Aarau eröffnet wird.

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Hörrohre bieten Podcasts, die Ufo-Bank Mixtapes und Audiocollagen. Einstöpseln, Kopfkino an.


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Tango zu explodierenden Kadavern

Ein durchaus nerdiges Musikprojekt sei es, erklärt Achim Reisdorf grinsend. Der umtriebige Paläontologe und Geologe ist nicht nur Wissenschaftler mit Leib und Seele, sondern auch ein grosser Musikfan, der gerne interdisziplinäre Unterfangen anreisst. Ein solches ist auch Science Slam Sonic Explorers, ein Projekt, bei welchem wissenschaftliche Publikationen vertont werden.

Mehr zu SSSE bzw. das ganze Interview vom 21. Juli 2015 mit Achim Reisdorf bei Radio Rabe kann hier nachgehört werden. Und mehr in schriftlicher Form gibt’s unterhalb des Videos.


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Bis die Pumpe versagt

«Leber an Grosshirn! Leber an Grosshirn! Wo bleibt denn der Alkohol, ich krieg ja überhaupt nichts mehr zu tun hier!» Erinnern Sie sich? Man mag von Otto Waalkes Humor halten, was man will, aber wie die Organe des Herrn Soost sich unterhalten und auf Ärger einstimmen (ab 1:33), gehörte zum besten, was der junge Waalkes einst produzierte.

Organe melden sich auch in Jens Rachuts Hörspiel «Herzinfarkt» zu Worte. Während bei Waalkes die Geschichte ein gutes Ende nimmt, ist die Ausgangslage bei «Herzinfarkt» allerdings eine gänzlich andere: Der letzte Nerv sitzt im toten Körper des 48-jährigen Percy Rippenbreaker und erzählt rückblickend über das kurze und ungesunde Leben des Musikproduzenten. Koks, polnischer Speed, Alkohol en masse, wenig Schlaf, fettiges Essen, 80 filterlose Kippen am Tag, da kommt schon einiges zusammen und entsprechend laufen Rippenbreakers Organe am Limit: «Ständig entgiften und aufräumen als wenn 90 Sumo-Ringer randvoll mit LSD in einem Glasmuseum Polka getanzt hätten», verdeutlicht die Gallenblase das Desaster.

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Dreist-absurd: «Men & Chicken»

Ihnen ist das gerade ein bisschen zu viel mit dieser Hitze und die Völkerwanderung aareaufwärts weckt den Misanthropen in Ihnen? Dann ab ins Kino! Dort ist es erstens schön kühl, zweitens haben Sie Ihre Ruhe und drittens kriegen Sie – je nach Film – die Bestätigung, dass es um die Menschheit tatsächlich nicht gut bestellt ist.

«Die brauchen doch alle professionelle Hilfe dort oben», war der Kommentar einer der insgesamt vier Filmbesucher nach der gestrigen Visionierung von «Men & Chicken». Tatsächlich trumpfen die Skandinavier immer wieder mit grossartig abstrusen Filmen auf und ein solcher ist auch die schwarzhumorige Komödie des dänischen Drehbuchautors Anders Thomas Jensen.

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Berner Science-Fiction-Kino

Neuchâtel International Fantastic Film Festival | N I F F F | The swiss event for fantastic films, asian cinema and future images
In Neuchâtel geht zur Zeit das Internationale Festival des Fantastischen Films (NIFFF) über die Leinwände. Seit seiner Gründung im Jahre 2000 hat sich das NIFFF zu einem wichtigen Treffpunkt in der Schweizerischen Filmlandschaft gemausert. Gezeigt werden Klassiker und Neuheiten aus dem Bereich fantastischer Film, asiatisches Kino und digitale Bilder. Als fantastischer Film gilt dabei alles, was von der naturgesetzlich definierten Realität abweicht, wobei der Grad von totaler Weltenverschiebung bis zu leichter Verunsicherung im Alltag reicht.
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