Im Studio mit The Monofones

Wir hauen mit The Monofones in drei Tagen die neue Platte «Nuts» rein. Und so geht das:

IMG_4292Teil 10: SO 14.30h
Und zum Abschluss setzt er dann noch zu einem Wurlitzer-Gast-Solo an, unser Mischgott.
Die letzte Spur ist aufgenommen, wir räumen Flaschen weg, verfrachten Instrumente und Keuchhusti in den Kofferraum und freuen uns auf die Plattentaufe von «Nuts» am FR 3.4. im ISC Bern und am SA  11.4. im Helsinki Züri. So long, Soma, du warst gut zu uns. Ade Messi

 

 

 

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Teil 9: SO: 11h
14 brandneue Monofones-Songs sind im Kasten! Merke: Um Drogenmusik zu spielen, muss man nicht zwingend Drogen nehmen. Ein ordentlicher Kater tut’s auch. Bisschen arg über sein Instrument gebeugt sass er zwar, der Herr Gitarrist und die hellgrüne Gesichtsfarbe stand dabei in interessantem Kontrast zur schwarzen Gitarre. Keuchhusti hält sich ganz ordentlich, die Sängerin trinkt ihre 56 Tasse Ingwer-Tee und der Mischer will gar nicht mehr aus dem Aufnahmestudio bzw. dem Technik-Porn-Himmel raus. Jetzt noch bisschen Handclap- und Rasseli-Shizzle aufnehmen.

 

IMG_4286Teil 8: SA 23h
Zwei Tage und 13 Songs sind im Kasten. Für die letze Ballade – ein wunderbar verhalltes Meisterwerk aus der Sparte Drogenmusik – hat man sich ordentlich Mut angesoffen. Drei fanden das aufgenommene Resultat glorios, einer runzelte hinter seinem Mischpult die Stirne. Nun ja. Vielleicht dann morgen in aller früh noch mal dahinter. Oder dann eben doch noch Keuchhustis Kodein spritzen.

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Teil 7: SA 11h
So, das haben wir jetzt von der Blasphemie. Die Kerzenschmelzer-Ballade «Jesus went into a nailstudio» bringt hier im Studio die Lichter zum Flackern und den Compi zum Abstürzen. Wahrscheinlich wird in den nächsten Minuten auch noch der Blitz aus heiterem Himmel einschlagen. Dieser Gott ist ein extrem humorloser Typ.

 

 

IMG_4276Teil 6: FR 20h
8 Songs im Kasten, Hu-Ha! Eine halbe Stunde für drei Glockenschlägen. Merke: Alkohol und Rhythmus-Instrumenten sind keine gute Kombination. Für heute ist gut, Keuchhusti lebt nur noch knapp, die Sängerin würde schon als Marlboro-Mann durchgehen und die Witze werden auch nicht besser.

 

IMG_4275Teil 5: FR 17h
7 Songs im Kasten! Die Euphorie ist so gross, dass man hier schon diskutiert, ob vielleicht nicht doch auf der Stelle der Job gekündigt und eine Rockstarkarriere angestrebt werden sollte. Dass SRF3 das Tagesprogramm umstellen wird, und die Monofones-Platte am Stück spielt, versteht sich eh von selber. Aber wer redet hier überhaupt von SRF. Welttournee, wir kommen! Selbst Rick Rubin freuts.

 

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Teil 4: FR 12h
Eat this, you 3 Wochen-Big-Band-Studio-Aufnehmer: Nach 2 Stunden sind 4 Songs im Kasten. Das ist rock’n’roll. Und jetzt gehen wir ins Coop-Restaurant essen. Das ist fast noch mehr rock’n’roll.

 

 

IMG_4260Teil 3: FR 9:30h
El Keuchhusti hat letzte Nacht alleine im Doppelzimmer verbracht, weil er rochelt wie ein alter Traktor. Gitarrist, Sängerin und Mischer haben im anderen Doppelzimmer gekreuzbeigelt. Jetzt hängen wir Keuchhusti links an eine Koffein- und rechts an eine Kodein-Infusion. Vom Kodein will er nix abgeben. Egoistischer Sauhund.

 

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Teil 2: DO 21:15h
Keuchhusti macht seit 75 Minuten Schlagzeug-Soundcheck. Schlagzeug-Soundcheck sollte von der Uno Menschenrechtskonvention verboten werden. Wir essen derweilen gesund.

 

 

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Beatles-Mikrofon

Teil 1: DO 20h
Soma Studios Zofingen. Der Mischer hat glänzige Äuglein ob den Mikrofonen, die herumstehen: «Mit denen haben schon die Beatles ausgenommen!» Der Gitarrist hat keinen Plan, wie es Kabel zu ziehen gilt: Gott isch das kompliziert. Isch geil!» Der Drummer hat Keuchhusten. Fachausdruck: Pertussis. Das hindert ihn aber nicht daran, mit einem anderen anwesenden Schlagzeugliebhaber fundiert und differenziert zu fachsimpeln: «Wenn etwas gut aussieht, klingt es meistens auch gut.» Dann testet er vergnügt jeden einzelnen seiner Drumsticks (ca 30 Stück) auf dem Strandtom. Derweilen will der Sängerin keine Wort einfallen, das sich auf Nailstudio reimt. «Jesus went into a nailstudio» muss somit als Songtitel wohl überdacht werden. Erst mal ein Bier jetzt hier.

Todsichere Erfolgsrezepte – oder auch nicht

erfolgUmwerfend komisch und allzu menschlich: Grazia Pergoletti und Lea Schmocker mimen in ihrem ersten gemeinsamen Stück «Wegen grossen Erfolgs» Seminar-Expertinnen mit düsterer Olympiade-Vergangenheit.

Schritt für Schritt, beziehungsweise Sprosse für Sprosse die Erfolgsleiter hinaufklettern und so zum Gewinnertyp werden. Nichts Geringeres als das versprechen die beiden Leiterinnen Rita und Cynthia den Besuchern ihres Erfolgsseminars. «Wegen grossen Erfolges» ist die erste gemeinsame Theater-Produktion der beiden gebürtigen Baslerinnen Grazia Pergoletti und Lea Schmocker, die sich als Musikanten und weiteren Schauspieler Moritz Achermann mit an Bord geholt haben. Das Stück rund um die beiden vermeintlichen Erfolgs-Expertinnen ist, um es gleich vorwegzunehmen, köstlich amüsant.
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«Was dr Heilandstonner söu itz emu o settigs?»

stauffer_RossStef Stauffer öffnet in «Bis das Ross im Himmel ist» die Tür zur Welt der 1940er-Jahre und zeigt, welch einschneidende Veränderungen der technischer Fortschritt für Handwerkerfamilien bedeutete.

Er ist doch eigentlich so gar nicht dafür geeignet, in die Fussstapfen des übermächtigen Vaters zu treten, der junge Bub, dessen Werdegang von Geburt an bis zum Eintritt in die Lehre den Haupterzählstrang in «Bis das Ross im Himmel ist» von Stef Stauffer bildet.

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