«Kinder der Nacht» am Shnit

shnit15 Jahre ist es her, seit in der Reitschule ein paar eingefleischte Filmfans zusammenkamen, um ein Festival für den kurzen Film zu lancieren: die Geburtsstunde des Kurzfilmfestival Shnit. Was einst klein und lokal begann, wird heute weltweit in acht verschiedenen Ländern ausgetragen, nebst der Schweiz auch in Thailand, Argentinien, China, Ägypten, Südafrika, Russland und Costa Rica.

Das Shnit ist eine wichtige Veranstaltung für junge Regisseure und Regisseurinnen, weil diese bei einem solchen Festival ihre ersten Werke einer breiten Öffentlichkeit vorführen können. Einer dieser Jungregisseure ist Kim Allamand. Der 29-jährige Luzerner zeigt bei Shnit sein Bachelorfilm Kinder der Nacht, ein eindrückliches Kurzdrama rund ums Thema Suizid bei Jugendlichen. Zu hören gibts den Beitrag hier.

«Wrestling with the Algorithm»

Nach Wikipedia ist ein Algorithmus «eine eindeutige Handlungsvorschrift zur Lösung eines Problems». Ein Algorithmus ist also etwas absolut Logisches, das nach bestimmten Gesetzen funktionert. Musik gilt auf der aneren Seite als Inbegriff des persönlichen emotionalen Ausdruckes. Wie also können Algorithmen und Musik zusammenfinden?
Auskunft geben Tobias Reber, Annie Rüfenacht (Berg & Berg) und Veronika Klaus. Gemeinsam werden die drei mit MS20 mini-Synthesizern und Computern bei der Veranstaltung «Wrestling with the Algorithm»  der IGNM Bern das Stück «Pulse Width Modulation» spielen. Mehr dazu gibst hier.

«Lasst die Alten sterben»

Ein wichtiger Teil des Erwachsenwerdens ist die eigene Identitätsfindung. Das heisst: Teenager müssen rebelliert. Was aber, wenn die Eltern so cool und liberal sind, dass nicht wirklich gegen sie rebelliert werden kann? Dieser Frage geht der Berner Filmemacher Juri Steinhart in seinem ersten Spielfilm nach. «Lasst die Alten sterben» heisst Steinharts Debut und ist einerseits eine Zustandsanalyse der Generation Zuckerwatte – also derjenigen Generation, die alles hat und ein Leben in kitschig-süsser Harmonie lebt. Andererseits ist «Lasst die Alten sterben» aber auch eine Hommage an die Punkbewegung der 80er-Jahre.

Der Film läuft ab Mittwoch 11. Oktober im Kino Rex, Bern.

Punk-u-mentary «A Fat Wreck»

Wenn sich ein Unternehmen 25 Jahre lang erfolgreich über Wasser halten kann, dann ist das schon eine Leistung. Wenn dieses Unternehmen dann noch ein kleines unabhängiges Musik-Label ist, das in erster Linie Punk-Platten herausbringt, dann ist das schon fast unglaublich. Genau das hat Fat Wreck Chords geschafft, letztes Jahr konnten das US-Label 25 Kerzen auf der Geburtstagstorte ausblasen. Treibende Kraft hinter Fat Wreck Chords ist der Frontmann der Melodic-Punkband NOFX Mike Burkett genannt Fat Mike. Ihm und seinem Label hat Filmemacher Shaun Colon nun eine Dokumentation gewidmet, «A Fat Wreck» heisst die Punkumentary, welche am Samstag 7. Oktober als CH-Première im Planetspade gezeigt wird. Das ganze Interview mit Mike Burkett gibts hier zu sehen und zu hören.

«High-Level-Wellness»

Das Performance-Kollektiv Latinlover zerpflückt im Schlachthaus Theater die Blüten der Wellness-Industrie. Das Resultat reicht von wohltuend bis ermüdend.
wellness

Entwässerung, Hot-Stone-Massage, Wassertank-Schweben: Die Liste an Wellness-Angeboten, welche nicht nur das körperliche, sondern auch das seelische Befinden verbessern sollen, ist lang. Man kommt nicht umhin, so die Suggestion auf allerlei Kanälen, sich in unserer Zeit auch mal eine Auszeit zu genehmigen, herunterzufahren und seinem Körper Achtsamkeit zu schenken. Dass die Wellness-Industrie dabei allerlei wundersame Blüten treibt, zeigt zurzeit das Performance-Kollektiv Latinlover im Schlachthaustheater mit seiner ersten abendfüllenden Produktion «The 2017 Wellness Report».

Die ganze Besprechung in «Der Bund» gibts hier online zu lesen

Der schlechte Weg: Via Mala

Das Theater an der Effingerstrasse bringt mit «Via Mala» von John Knittel ein gewaltiges Familiendrama auf die Bühne. Der moralische Konflikt der Vorlage bleibt seltsam blutleer.
via mala

In jungen Jahren lebte Schriftsteller John Knittel (1891–1970) einige Zeit in London und am Genfersee und unternahm Reisen nach Ägypten, Algerien und Tunesien, bevor er sich 1939 in Graubünden niederliess. Hier spielt denn auch Knittels Roman «Via Mala», sein wohl berühmtestes Werk, welches sich mehr als drei Millionen Mal verkaufte, mehrfach verfilmt (zuletzt 1985 mit Mario Adorf in der Hauptrolle) und fürs Theater adaptiert wurde. Vor drei Jahren zeigte das Freilichtmuseum Ballenberg eine Mundart-Fassung von «Via Mala», am Samstag lud das Theater an der Effingerstrasse nun zur Premiere des Stückes in Hochdeutsch.

Die ganze Rezension in «Der Bund» hier online lesen

Surprise Strassenfussball

Am Sonntag den 24. September feiert die Surprise Strassenfussball-Liga auf dem Bundesplatz den Saisonabschluss 2017. Surprise ist nämlich nicht nur Herausgeber des gleichnamigen Strassenmagazins, das an über 100 Standorten in der deutschsprachigen Schweiz auf der Strasse verkauft wird, sondern Surprise holt seit 2003 auch mit Strassenfussball erfolgreich armutsbetroffene und ausgegrenzte Menschen aus dem sozialen Abseits zurück aufs Spielfeld des Lebens. Den ganzen Beitrag gibts hier.

P.S. Frau Feuz kickt mit!

Too Late Show im Stadttheater!!!

Berns abgefahrene Late Night Show ist zurück. Und wie! Auf der grossen Bühne des Stadttheaters wird in der Too Late Show satirisch, absurd und mit bissigem Humor das aktuelle Geschehen aus Berner Sicht zerpflückt. Nichts bleibt auf dem Teppich, kein Eisen ist zu heiss, kein Witz zu platt, kein Stargast zu klein. Showmaster Dominik Gysin führt durch die Show, stets im Wortgefecht mit seinen Sidekicks, dem famosen Lyriker Raphael Urweider, dem unsäglichen Matto Kämpf sowie der Stimme der Vernunft (ahahaa) , Frau Feuz. Gäste: Franz Hohler, Lisa Catena, Raymond Fein und Surprise Guests

 Too Late Show, 15. Dezember, Stadttheater Bern, Ticket hier sichern!!

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Spoken Word Pionier Jurczok 1001

Er ist Dichter, Sänger und MC in einem und wenn er Musik produziert, wird er selber zum Einmannorchester. Die Rede ist Jurczok 1001. Der 43-jährige Zürcher Roland Jurczok gilt als Pionier der Spoken Word Szene und auch wenn er in Mundart dichtet und sing, so ist er doch alles andere als ein Heimatdichter – vielmehr äussert er sich in seinen Texten und Songs gerne gesellschaftskritisch zu Weltgeschehnen und Zeitgeist.  Am Sonntag 24. September ist Jurczok 1001 im Schlachthaus Theater zu Gast. Den ganzen Beitrag gibt’s hier.